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11.07.2011, M. Nefischer

Sie kennen Richard Branson? Den Unternehmer aus England, der für seinen exzentrischen Lebensstil und seine manchmal kurios anmutenden Geschäftsideen bekannt ist? Dann wird es Sie auch interessieren, warum er ein erfolgreicher Banker geworden wäre.

1. Talente erkennen und fördern

Als erfolgreicher Banker benötigt man Mitstreiter mit verschiedenen Talenten. Diese zu erkennen und zu fördern ist daher unumgänglich.

Richard Bransons erfolgreiche Laufbahn als Unternehmer begann, als er den 1972 den damals unbekannten Bassisten Mike Oldfield unter Vertrag nahm und im Jahr darauf dessen erste Schallplatte "Tubular Bells" 5 Millionen mal verkaufte.


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2. Geschäftssinn

Richard Branson saß eines Tages am Flughafen in Puerto Rico fest, auf seinem Weg zu den Virgin Islands. Kurzerhand charterte er eine Flugzeug mit einer Kapazität für 60 Personen, schrieb auf eine Tafel "Virgin Airlines, $ 29 für einen Flug auf die Virgin Islands" und ging damit am Flughafen umher, um die Tickets an ebenfalls festsitzende Leidensgenossen zu verkaufen. 

Sein Gewinn: $ 29, die er für seinen Flug dann nicht mehr bezahlen musste. Und der Grundstein für die Fluglinie "Virgin Airlines" war damit gelegt.

Chancen zu erkennen und Chancen zu nützen: Eigenschaften, die Richard Branson zweifellos mit erfolgreichen Bankern teilt.

3. Mut

Der Wechsel in die Fluglinien-Branche von Richard Branson war aber mit einem Risiko verbunden: er war damals ein Plattenlabel- und Plattenshop-Inhaber und hatte kaum Erfahrung mit Fluglinien.

Auch Banker müssen mutige Entscheidungen treffen können.  Im Management gilt bekanntermaßen folgende Regel: 

1. Die beste Entscheidung ist die richtige.
2. Die zweitbeste Entscheidung ist die falsche.
3. Die schlechteste Entscheidung ist gar keine Entscheidung.

4. Risikomanagement

Richard Bransons Aktionäre und seine Banken gerieten in Panik, als er die Fluglinie Virgin Airlines gründete. Er erarbeitete daher eine Risikominderungsstrategie, indem im ersten Jahr der Fluglinie nur ein gebrauchtes Flugzeug kaufte und mit Boeing aushandelte, dass er das Flugzeug zurückgeben könne, falls sein Vorhaben scheiterte. Er errechnete, dass er damit maximal die Hälfte eines Jahresertrages aus dem Plattengeschäft verlieren konnte. Ein hohes Risiko - aber ein kalkuliertes.

Risikomanagement gehört - nicht erst nach der Finanzkrise - zu einer Kernaufgabe erfolgreicher Banker. Und Risikomanagement ist das eigentliche Kerngeschäft der Banken: das Management der Ausfallsrisiken, der Zinsänderungsrisiken, der Beteiligungsrisiken und der operationellen Risiken entscheidet wesentlich über Erfolg oder Misserfolg eines Kreditinstitutes mit.

5. Leidenschaft

Richard Branson hat keine Pläne, wann er in Pension gehen wird. Er erklärt dies in einem einfachen Satz: "Ich habe mich nie gefühlt, als würde ich arbeiten".

Sein Hobby zum Beruf zu machen - eine ideale Kombination, die  in allen Branchen bestens funktioniert - auch in der Bankbranche.






Für seine Leistungen als Unternehmer („services to entrepreneurship“) wurde Branson im Dezember 1999 zum Knight Bachelor ernannt und von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen. Er darf seither den Titel „Sir“ im Namen führen.


 


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