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Das Jahr 2011 neigt sich dem Ende zu; ein Jahr, das für die Spitzeninstitute der österreichischen Genossenschaftsbanken auch durch Milliardenabschreibungen im Osten mitgeprägt wurde - wie das Wirtschaftsblatt berichtete (Link).

Die genossenschaftliche Idee, die die regionalen Genossenschaftsbanken von Raiffeisen und Volksbanken in Österreich täglich leben, hat sich aber nicht nur 2011, sondern bereits seit 150 Jahren bewährt.

Aus diesem Grund hat die UNO mit Resolution der Generalversammlung vom 18.12.2009 das Jahr 2012 zum Internationalen Jahr der Genossenschaften ernannt.

UNO: Bedeutung der Genossenschaften hervorheben
Die Vereinten Nationen haben bereits am 31. Oktober in New York feierlich das Internationale Jahr der Genossenschaften eröffnet. Nach dem Internationalen Jahr der Wälder und dem europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 soll 2012 die Rechts- und Unternehmensform der Genossenschaft mehr in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken, insbesondere ihre Beiträge zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung: 

Es soll hervorgehoben werden, wie Genossenschaften wirtschaftliche Abhängigkeiten überwinden helfen, dazu beitragen, Arbeitsplätze und Wohnraum zu schaffen und soziale Randgruppen in die Wirtschaft und Gesellschaft zu integrieren. Die UNO verfolgt dabei drei Schwerpunkte: Weltweit soll aufgezeigt werden, in welchen Bereichen Genossenschaften erfolgreich tätig sind, wie ihr Bestand gesichert und Neugründungen gefördert werden können.

Weltweit fast eine Milliarde Genossenschaftsmitglieder
Bereits heute sind annähernd eine Milliarde Menschen weltweit Mitglieder in Genossenschaften. Da meistens ein Haushalt durch ein Haushaltsmitglied in einer Genossenschaft vertreten ist, erreichen Förderleistungen von Genossenschaften etwa die Hälfte der Weltbevölkerung. Die modernen Genossenschaftsformen in Europa gehen u. a. zurück auf die Pioniere von Rochdale (England) durch ihr Erfolgsmodell einer Konsumgenossenschaft oder auch besonders auf die Gründungen von Friedrich Wilhelm Raiffeisen (Raiffeisengenossenschaften) und Hermann Schulze-Delitzsch (Volksbanken). Mit inzwischen deutlich über 100 Millionen Mitgliedern haben Genossenschaften auch einen maßgeblichen Anteil am Sozialprodukt der Europäischen Union. In Asien besitzen die Genossenschaften eine noch wichtigere Rolle in der Gesamtwirtschaft. So kam es vielleicht auch nicht überraschend, dass die Initiative für ein Internationales Jahr der Genossenschaften aus dem Kreis eines asiatischen Landes, von der Mongolei, ausging.

Genossenschaften in Österreich
In Österreich gibt es etwa 2.000 Genossenschaften, fast jede/r Zweite hierzulande ist Mitglied. Genossenschaften sind vor allem in den Bereichen Landwirtschaft, Banken, Wohnen und Einkauf/Konsum tätig, aber auch neue entstehen wie z. B. im Bereich erneuerbarer Energien oder als genossenschaftlicher Nahversorger. Organisiert sind Genossenschaften hierzulande über ihre Verbände: Österreichischer Raiffeisenverband, Österreichischer Genossenschaftsverband (Schulze-Delitzsch), Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen – Revisionsverband und Konsumverband.

Quelle: Uni Wien (Link)

banknews.at wird die Aktivitäten rund um das Internationale Jahr der Genossenschaften berichtend begleiten. Ans Herz gelegt sei dazu bereits jetzt die XVII. Internationale Genossenschaftswissenschaftliche Tagung (IGT), die vom 18. bis 20. September 2012 an der Universität Wien stattfindet. Weiterführende Informationen erhalten Sie dazu auf der Seite der Universität Wien (Link) bzw. bei der offiziellen Seite der UNO (Link)


Mehr dazu bei banknews.at: 
- 1 Idee und 3 Grundsätze: die Geschichte der Genossenschaftsbanken (Link)
- Das Comeback der Genossenschaftsbanken (Link)

 


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