Im Interview mit der "Presse" spricht Raiffeisenbank-International-Chef Herbert Stepic über verschleppte Bankenreformen, überzogene Eigenkapitalvorschriften, gefährliche Schattenbanken und das weiterhin hohe Potenzial im Osten.
Auf die Fragen, welche Banken Österreich wirklich brauchen würde, sagt Stepic:
"Meines Erachtens nach kämen wir mit den drei großen Bankgruppierungen (Raiffeisen, Erste/Sparkassen, Bank Austria, Anm.) aus, wobei es innerhalb der Sektoren zu weiteren Konsolidierungen kommen muss. Daneben wird es noch Platz für ein paar insignifikante Privatbanken geben."
Nach der Einigung der EU-Finanzminister auf eine neue Bankenaufsicht bei der EZB am frühen Donnerstagmorgen haben sich auch die Chefs der österreichischen Banken zu Wort gemeldet.
In Österreich fallen neun Großbanken unter diese neue Regelung: die Raiffeisen Zentralbank inklusive Raiffeisen Bank International, Erste Group, Bank Austria (indirekt über die italienische Konzernmutter UniCredit), Bawag PSK, Österreichische Volksbanken-AG (ÖVAG), die beiden Raiffeisenlandesbanken Niederösterreich-Wien und Oberösterreich sowie die Kontrollbank und die Kärntner Hypo Alpe Adria.
"Das ist insbesondere für Österreich mit seinen international tätigen Banken ein wichtiger und richtiger Schritt in die richtige Richtung"
Willibald Cernko, Bank Austria
"Hoffe, dass auch künftig die Nichteuroländer miteingebunden werden"
Herbert Stepic, Raiffeisenbank International
„Das ist ein Schritt in die richtige Richtung“
Franz Gasselsberger, Oberbank
„Ich halte die Grenze bei der Bilanzsumme von 30 Milliarden Euro aber für zu niedrig. Die Unterstützung der Realwirtschaft darf nicht erschwert werden“
Heinrich Schaller, RLB OÖ