Bernhard Sagmeister, Chef der Förderbank Austria Wirtschaftsservice (AWS), sieht laut einem Bericht des "Wirtschaftsblatt" einen Anstieg der Innenfinanzierung bei KMU. Finanzierungen durch Bankkredite werden bei strengeren Eigenkapitalrichtlinien schwieriger. Sagmeister: „Das Risikobewusstsein der Banken hat sich deutlich verändert; es ist größer geworden." Unternehmen mit guter Bonität würden zwar noch relativ leicht an eine Finanzierung kommen, schlechtere hätten es aber eindeutig schwerer als in den vergangenen Jahren. Mehr dazu im Artikel des "Wirtschaftsblatt"
Österreichische KMUs bauen laufend ihre Nebenbankverbindungen ab. Von diesem Trend sind alle großen Geldinstitute und Bankengruppen gleichermaßen betroffen. Damit gewinnt die Hauptbankverbindung an Bedeutung und weist gleichzeitig eine hohe Stabilität auf. Der persönliche Betreuer befindet sich dabei in einer Schlüsselposition. Der von INTEGRAL im 2-Jahresrhythmus durchgeführte KMU-Bankenmonitor beobachtet die bedeutendsten Indikatoren zur Nutzung von Banken bzw. Bankdienstleistungen und bestätigt den Trend der Vorjahre: KMUs neigen aktuell dazu, Nebenbankverbindungen abzubauen oder stillzulegen. So ist die durchschnittliche Zahl der Banken, mit denen ein österreichischer Klein- oder Mittelbetrieb aktive Geschäftsbeziehungen unterhält, von 1,9 auf 1,7 gesunken. Dieser Trend zeigt sich verstärkt bei den kleineren KMUs, während die größeren Unternehmen die Zahl der genutzten Banken eher stabil halten. Alle großen Banken und Bankengruppen sind von dieser Entwicklung betroffen. Gleichzeitig zeigen KMUs eine starke Loyalität zu ihrer Hauptbank. So sind die Hauptbankanteile der großen Marktplayer in den letzten Jahren stabil geblieben. Auch Überlegungen, die Hauptbank zu wechseln, sind in den letzten beiden Jahren zurückgegangen. Die Ursachen dafür sieht Martin Mayr, Geschäftsführer von INTEGRAL, hauptsächlich in der seit 2008 anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise: „KMUs haben durch die Entwicklungen der letzten Jahre zwar weniger Vertrauen in die Politik und den Bankensektor generell, das Vertrauen in die Hausbank und den zugehörigen Bankbetreuer hat aber durch die Krise im Allgemeinen keinen Schaden genommen. Derzeit geht es Kunden und Banken eher darum, die Beziehungen zu stabilisieren und gemeinsam einen Weg durch und aus der Krise zu finden.“ Für KMUs ist entscheidend, dass der Betreuer mit dem Unternehmen vertraut ist und sich auch regelmäßig pro-aktiv um das Unternehmen bemüht – was eher beim Betreuer der Hausbank als bei jenem einer Nebenbankverbindung der Fall ist. Die Verfügbarkeit des persönlichen Betreuers ist auch für die Zufriedenheit der Kunden mit der Bank – und damit auch mittel- und langfristig für deren Loyalität – entscheidend. Quelle: INTEGRAL Markt- und MeinungsforschungDer KMU-Bankenmonitor wird von INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung alle zwei Jahreauf Basis von insgesamt 3.000 telefonischen Interviews pro Jahr, repräsentativ für die österreichischen Unternehmen bis 10 Mio Euro Jahresumsatz, durchgeführt. Die Untersuchung liefert detaillierte Informationen über Kundenanteile, Zufriedenheit, Loyalität, Produktnutzung, Image und vieles mehr. Über INTEGRAL INTEGRAL ist ein Full-Service-Institut und Anbieter maßgeschneiderter Marktforschungslösungen auf wissenschaftlicher Basis, von der Datenerhebung bis zur Lieferung handlungsrelevanter Informationen und Empfehlungen. INTEGRAL verfügt über eine 15jährige Kompetenz in der Internet-Marktforschung, die im Austrian Internet MonitorBusiness und im Austrian Internet Monitor-Consumer ihren Niederschlag findet. In Kooperation mit dem Heidelberger Sinus-Institut, dessen Mehrheitsanteile INTEGRAL im Jahr 2009 übernommen hat, engagiert sich der österreichische Marktforscher intensiv in der Sinus-Milieu-Forschung. Die Ergebnisse bieten Marketingentscheidern aus Unternehmen, Medien und Politik wettbewerbsrelevante Informationen über Märkte und Zielgruppen. Für Rückfragen stehen Ihnen Mag. Martin Mayr und Mag. Sandra Cerny, INTEGRAL Marktund Meinungsforschung, zur Verfügung. www.integral.co.at; Anfragen an office@integral.co.at , Tel.Nr.:+43-(0)1-799 19 94
Im Gespräch mit dem "Wirtschaftsblatt" spricht Dieter Hengl, Firmenkundenvorstand der Bank Austria, über die schwache Nachfrage heimischer Unternehmen nach Krediten. Die Banken sähen diese Entwicklung weg vom Kredit keineswegs mit einem weinenden Auge. "Die Kredite sind für uns nicht kostendeckend", sagt Hengl. Grund dafür sei der harte Wettbewerb unter Österreichs Banken, der sich in den Kreditzinsen niederschlägt, wie die Oesterreichische Nationalbank bestätigt. So liegt der durchschnittliche Zinssatz für Unternehmen in Österreich bei etwas über zwei Prozent. Im Euroraum müssen Firmen einen Prozentpunkt mehr bezahlen. Mehr dazu im Artikel des "Wirtschaftsblatt"
Auf Initiative des Wirtschaftsministeriums bietet das Austria Wirtschaftsservice (aws) seit heute, Mittwoch, das neue Förderprogramm "Bonitätsanalyse für KMU" an. "Durch geförderte Bonitätsanalysen wollen wir erstmals auch kleinen und mittleren Unternehmen eine objektive, bankenunabhängige Positionsbestimmung ermöglichen", betont Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. "Unser Mittelstands-Rating soll Stärken, Chancen und Risiken im Unternehmen aufzeigen und einen leichteren Zugang zu Finanzierungen ermöglichen. Gerade vor dem Hintergrund der kommenden Basel-III-Richtlinien und der erhöhten Eigenkapitalerfordernisse für Banken gewinnen Bonitätsanalysen an Bedeutung", betont Mitterlehner, der mit dem Pilotprojekt vor allem die Investitionen der Unternehmen unterstützen will. Das neue Programm richtet sich in der einjährigen Pilotphase an KMU mit mehr als zehn Mitarbeitern, die eine Bonitätsanalyse im Betrieb selbst - zum Beispiel zur Strategieentwicklung oder Standortbestimmung - nützen wollen oder für externe Stakeholder wie Banken, Investoren oder Kunden, die eine zusätzliche unabhängige Aussage über die Bonität haben wollen. Der Wert der Förderung für die aws-Bonitätsanalyse entspricht jeweils 4.000 Euro. Um die Gesamtkosten abzudecken, liegt die Eigenleistung für Kleinunternehmen bei netto 500 Euro, für mittlere Unternehmen ab 50 Beschäftigten bei netto 3.500 Euro. Insgesamt ist das Programm in der einjährigen Pilotphase mit rund 250.000 Euro dotiert. Im Gegensatz zu Deutschland gab es in Österreich für KMU bisher kaum einen Zugang zu externen Ratings, die sowohl qualitative und quantitative Aspekte, als auch Branchen-Benchmarks und Marktinformationen berücksichtigen. Einerseits sind nur wenige für die Zielgruppe KMU maßgeschneiderte Angebote am Markt vorhanden, andererseits sind die Kosten einer umfangreichen Bewertung durch eine renommierte Ratingagentur sehr hoch und somit oft nur für Großunternehmen leistbar. Der künftige Ratingbericht der aws umfasst die Rating-Methodik, den Betrieb, den Unternehmer/das Management, das Bilanzrating, qualitative Finanzfaktoren, den Markt und mögliche Warnsignale. Inkludiert ist auch ein Branchenvergleich der wichtigsten Finanzkennzahlen des antragstellenden Unternehmens im Vergleich zur Gesamtbranche. Hauptaussage des Berichts ist die Ratingklasse, die ein Maßstab für die Bonität ist. Die aws-Ratingskala umfasst 24 Stufen und kann anschließend auch mit den Werten bekannter Agenturen wie Moody's oder Standard & Poor's verglichen werden. Alle Details zum neuen Förderprogramm "Bonitätsanalyse für KMU" sind auf der Homepage des Austria Wirtschaftsservice unter dem Link www.awsg.at/bonitaetsanalyse abrufbar. Quelle: OTS-APA (Link)
22.06.2011, diepresse.comAllen Unkenrufen zum Trotz: eine aktuele Umfrage des Market-Institutes bescheinigt Österreichs Banken gute Noten. Die Beziehung der KMUs zu ihrer Hausbank sei großteils stabil, berichtet die Presse. Überraschend: Obwohl Unternehmen zunehmend das steigende Zinsniveau zu spüren bekommen, hat sich der Grad ihrer Zufriedenheit mit der Hausbank nicht verschlechtert.
13.04.2011, wirtschaftsblatt.atNachdem banknews.at bereits mehrfach über die KMU-Offensiven der Großbanken berichtet hatte, spricht nun Erste-Bank-Vorstand Peter Bosek im Wirtschaftsblatt über den Kredit mit "Beschäftigungs-Bonus" für KMUs. Eine Frage, die im Interview fehlt: Finanziert sich der Beschäftigungsbonus durch Zinserhöhungen bei KMUs, die Mitarbeiter abbauen?
29.03.2011, wirtschaftsblatt.atNach den Ankündigungen der Erste Bank und der BAWAG will nun auch die Bank Austria wieder eine KMU-Offensive starten. Der Marketingtitel "Konjunktur-Milliarde" klingt toll. Aber werden die KMU-Kreditwerber nach Vergabe der Milliarde wieder heimgeschickt?
22.02.2011, wirtschaftsblatt.comNach der "Erste Bank" will nun auch die BAWAG wieder mehr Firmenkunden gewinnen, berichtet das Wirtschaftsblatt. Nicht sehr einfallsreich: bereits 2008 wurde genau dasselbe Vorhaben im Standard angekündigt.
14.02.2011, derstandard.atGute Nachricht für die Regionalbanken: Die Klein- und Mittelbetriebe investieren wieder mehr, was zu einer steigenden Kreditnachfrage führt - soviel sind sich die Bankenvertreter im Standard-Artikel einig. Schließlich sind die KMUs aufgrund der relativ geringen Ausfallsquote in der Wirtschaftskrise auch für die Großbanken wieder eine interessante Zielgruppe geworden. Auch die Erste Bank hat erst vor kurzem eine Neukundenoffensive für diese Betriebe verkündet.
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